Der La Sportiva TXS GTX Test basiert bei TechTaste nicht auf einer kurzen Runde durch den Stadtwald, sondern auf rund 1.100 Kilometern Camino Norte, Fisterra, Santiago und Porto. Fünf Wochen lang war der La Sportiva TXS GTX mein einziger richtiger Schuh: bei Dauerregen, Sonne, Salzwasser, Asphalt, Matsch, Schotter, Fels und mit 12 bis 17 kg Rucksack. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: extrem bequem, sehr griffig, lange wasserdicht – aber nach dieser Distanz auch sichtbar am Limit.
Wanderschuhe können auf dem Papier fast alles. Wasserdicht, atmungsaktiv, griffig, leicht, stabil, bequem und am besten noch unzerstörbar. Klingt super, nur interessiert sich ein Pilgerweg herzlich wenig für Produkttexte. Der Camino Norte sortiert ziemlich schnell aus, was wirklich funktioniert und was nur im Regal eines Outdoorladens gut aussieht.
Genau deshalb ist dieser La Sportiva TXS GTX Test spannend. Ich habe den Schuh nicht geplant gekauft, sondern unterwegs in Spanien. Meine vorherigen Salewa-Schuhe drückten unter dem linken Fuß im Bereich der Zehengrundgelenke. Mal gar nicht, mal den ganzen Tag. Mit der Zeit wurde das so unangenehm, dass ein neuer Schuh her musste. In Zarautz bin ich in einem kleinen Outdoorladen gelandet, wurde freundlich beraten und habe den La Sportiva TXS GTX Herren in Schwarz, Größe 45, für 180 € mit Rabatt gekauft.
Der eigentliche Härtetest begann direkt danach. Kein gemütliches Einlaufen über mehrere Wochen, kein „erst mal vorsichtig testen“. Ich bin sofort wieder lange Etappen gegangen, teilweise rund 30 Kilometer am Tag. Am Ende standen ungefähr 1.100 Kilometer auf dem Konto. Zarautz bis Fisterra, dazu noch Sightseeing in Santiago und Porto. Wer wissen will, ob der La Sportiva TXS GTX für den Camino Norte, den Jakobsweg oder lange Trekkingtouren taugt, bekommt hier also keinen Katalogtext, sondern echte Langstrecken-Erfahrung.
Die Kurzfassung: Der Schuh war auf langen Etappen überraschend bequem, bot guten Grip auf fast allen Untergründen und blieb lange zuverlässig dicht. Erst gegen Ende wurde die Haltbarkeit zum Thema. Nach rund 900 Kilometern zeigten sich erste Risse, am Ende war die Sohle besonders an der Ferse sichtbar abgelaufen und das Innenfutter angegriffen. Trotzdem würde ich ihn wieder kaufen – allerdings mit realistischer Erwartung an den Verschleiß.
Der Praxistest fand nicht unter Laborbedingungen statt, sondern unter genau den Bedingungen, für die viele Menschen solche Wanderschuhe kaufen: lange Tagesetappen, wechselndes Wetter, schwerer Rucksack und sehr unterschiedliche Untergründe. Der La Sportiva TXS GTX wurde fünf Wochen täglich getragen. Andere Wanderschuhe waren nicht dabei, nur Badelatschen fürs Duschen. Das macht den Test besonders aussagekräftig, weil der Schuh wirklich jeden Tag liefern musste.
Die Strecke führte von Zarautz über den Camino Norte weiter bis Fisterra. Dazu kamen zusätzliche Wege in Santiago und Porto. Insgesamt kamen rund 1.100 Kilometer zusammen. Der Rucksack wog je nach Wasser, Essen und Ausrüstung etwa 12 bis 17 kg. Das ist für einen leichten bis mittelschweren Wanderschuh schon eine ordentliche Belastung, besonders auf langen Asphaltpassagen und bei Nässe.
Die Untergründe waren praktisch ein Best-of dessen, was Schuhe nerven kann: Asphalt, Schotter, Waldwege, Matsch, felsige Passagen, Küstenpfade, Pflaster und nasse Steine. Dazu kamen Sonne, tagelanger Dauerregen, Salzwasser und Temperaturen zwischen etwa 6 und 35 Grad. Gepflegt, gereinigt oder imprägniert wurde der Schuh unterwegs nicht. Das ist nicht zwingend vorbildlich, aber für einen echten Pilger-Alltag ziemlich realistisch. Man hat abends oft andere Hobbys, als seine Schuhe liebevoll zu massieren.
Als Einlegesohle kam die CURREX HikePro zum Einsatz. Bei den Socken nutzte ich vor allem die WRIGHTSOCK Escape Merino Crew auf langen Etappen. Die dünneren Wrightsock Coolmesh II funktionierten ebenfalls, fühlten sich auf langen Strecken aber spürbar weniger gepolstert an. Meist habe ich die dünneren Socken eher beim Essen, Einkaufen oder Sightseeing getragen, während die dickeren Merino-Socken auf den langen Etappen meine erste Wahl waren.
Alle Aussagen zu Komfort, Passform, Grip, Wasserdichtigkeit und Haltbarkeit stammen aus diesem Praxistest. Technische Daten wie Gewicht, Sohlenmaterial, Membran, Stollentiefe oder Aufbau werden dagegen als Herstellerangaben beziehungsweise externe Quellenangaben behandelt.
Hinweis zur Testmethodik:
Alle unsere Tests basieren auf echten Praxiserfahrungen und eigenen Messungen – keine gekauften Urteile, keine geschönten Laborwerte.
Wie wir Leistung, Verbrauch, Akkukapazität und Dinge wie VPN-Geschwindigkeit messen, erklären wir ausführlich auf unserer
Seite „Wie wir testen“.
Optisch ist der La Sportiva TXS GTX ein recht technischer Wanderschuh. Die schwarze GTX-Variante wirkt unauffälliger als die gelb-schwarzen La-Sportiva-Modelle, bleibt aber klar als Outdoor-Schuh erkennbar. Der Schuh ist kein klassischer schwerer Leder-Trekkingstiefel, sondern eher ein moderner, sportlicher Wanderschuh mit technischem Einschlag. Genau diese Mischung macht ihn interessant: Er ist stabil genug für lange Touren, fühlt sich aber beweglicher und leichter an als viele robuste Trekkingstiefel.
Beim Einstieg fiel direkt auf, dass der TXS GTX eher schmal sitzt. Das passt zu La Sportiva, denn viele Modelle der Marke sind nicht unbedingt für sehr breite Füße bekannt. Beim Anziehen wirkte der Schuh zunächst etwas eng, saß nach kurzer Zeit aber sehr passend. Rein- und Rauskommen funktionierte problemlos. In Größe 45 passte er gut zu meinen bisherigen Größen: Bei Salomon trage ich ebenfalls 45, bei Salewa eher 44,5.
Die Verarbeitung machte frisch aus dem Laden einen guten Eindruck. Der Schuh besitzt einen schützenden Rand im unteren Bereich, eine stabile Zehenkappe und eine robuste Schnürung. Die Schnürung hielt im Test zuverlässig; häufiges Nachziehen war nicht nötig. Der Fersenhalt war gut, wenn auch nicht perfekt. Für einen Schuh, der direkt auf langen Etappen eingesetzt wurde, war das Gesamtpaket aber überraschend stimmig.
Der Lieferumfang ist bei einem Wanderschuh naturgemäß unspektakulär. Geliefert wird das Schuhpaar mit Standardschnürsenkeln und Einlegesohle. Für den eigentlichen Langstreckeneinsatz war in meinem Fall aber die Kombination mit der CURREX HikePro Einlegesohle und den passenden Wrightsock-Socken entscheidend. Der Schuh allein war gut, das komplette Setup war für meine Füße deutlich besser.
Die technischen Daten zeigen klar, wohin der La Sportiva TXS GTX zielt. Er ist als technischer Hiking- und Backpacking-Schuh konzipiert, laut Hersteller beziehungsweise Händlerangaben auch für schwere Lasten, Klettersteige und technische Zustiege auf hartem oder felsigem Untergrund. In meinem Test lag der Schwerpunkt allerdings nicht auf Klettersteigen, sondern auf Langstrecke, Jakobsweg, Alltagstauglichkeit und Haltbarkeit nach 1.100 Kilometern.
| Merkmal | Angabe | Einordnung |
|---|---|---|
| Produkt | La Sportiva TXS GTX Herren | Testprodukt |
| Getestete Variante | Schwarz, GTX, Größe 45 | Eigener Praxistest |
| Preis | 240,00 € bei Amazon laut Eingabedaten; Kaufpreis im Test 180 € mit Rabatt in Spanien | Preisangabe / eigener Kauf |
| Obermaterial | High-Abrasion Resistant Mesh / abriebfestes Mesh | Hersteller-/Quellenangabe |
| Membran | GORE-TEX Extended Comfort | Hersteller-/Quellenangabe |
| Außensohle | Vibram Megagrip | Hersteller-/Quellenangabe |
| Zwischensohle | Injiziertes EVA mit STB-Control-Einsätzen | Hersteller-/Quellenangabe |
| Einlegesohle | Ortholite Approach 4 mm / Mountain Hiking Fußbett je nach Quellenangabe | Hersteller-/Quellenangabe |
| Sprengung | 8 mm | Quellenangabe aus PDF-Daten |
| Stollentiefe | 4 mm | Quellenangabe aus PDF-Daten |
| Gewicht | ca. 1.020 g pro Paar in EU 42 | Hersteller-/Quellenangabe |
| Besondere Merkmale | Zehenschutz, Geröllschutzrand, verstärkte Ferse, 3D Flex System, Impact Brake System | Hersteller-/Quellenangabe |
| Einsatz im Test | ca. 1.100 km Camino Norte, Fisterra, Santiago und Porto | Eigener Testwert |
| Rucksackgewicht | ca. 12 bis 17 kg | Eigener Testwert |
| Bewertung | 4 von 5 Sternen | Eigene Bewertung |
Im Vergleich zu klassischen schweren Trekkingstiefeln wirkt der TXS GTX leichter und beweglicher. Gleichzeitig ist er spürbar stabiler als viele halbhohe Leichtwanderschuhe. Besonders die Vibram-Megagrip-Sohle und die Gore-Tex-Membran sind die zentralen Verkaufsargumente. Im Test waren aber weniger die Marketingbegriffe entscheidend, sondern die Frage: Bleiben die Füße trocken, tut nach 30 Kilometern etwas weh und hält die Sohle durch?
Beim ersten Anziehen war mein Eindruck gemischt positiv. Der Schuh saß zunächst etwas eng, aber nicht unangenehm. Eher nach dem Motto: „Okay, der meint es ernst.“ Nach kurzer Zeit passte er sich gut an. Besonders wichtig war, dass der Druck unter dem linken Fuß, der mich bei den Salewa-Schuhen genervt hatte, mit dem La Sportiva TXS GTX nicht mehr auftrat. Genau das war unterwegs entscheidend.
Meine Erwartung war ehrlich gesagt nicht besonders romantisch. Ich brauchte einen Schuh, der sofort funktioniert. Kein wochenlanges Einlaufen, keine Experimente, keine Blasenorgie mit Camino-Soundtrack. Und genau hier hat mich der TXS GTX positiv überrascht. Ich bin direkt lange Etappen gelaufen und hatte auf der gesamten Distanz nur eine Blase – oben auf einem Zeh. Keine Druckstellen, keine Schmerzen in der Fußsohle, keine Knie-, Hüft- oder Rückenprobleme durch den Schuh.
Der Schuh fühlte sich auf langen Etappen bequem, stabil und gut gedämpft an. Erst nach sehr langen Tagen um 40 bis 45 Kilometer merkte ich die Füße deutlicher. Bei normalen 20 bis 30 Kilometern war das Setup aus La Sportiva TXS GTX, CURREX HikePro und Wrightsock Escape Merino Crew für mich richtig stark. Auch auf Asphalt war die Dämpfung ausreichend, ohne dass der Schuh schwammig wurde.
Der erste große Realitätstest kam bei Regen. Der TXS GTX blieb dicht, solange das Wasser nicht von oben in den Schuh lief. Bei tagelangem Dauerregen passiert irgendwann genau das: Wasser läuft über Hose, Socke oder Schaft in den Schuh. Das ist dann kein klassisches Membranversagen, sondern Physik mit Wanderschuh. Wenn Wasser einmal richtig im Schuh stand, dauerte das Trocknen mehrere Stunden. Bei normalem Regen trocknete er dagegen vergleichsweise schnell.
Die größte Abweichung zwischen Erwartung und Realität zeigte sich später bei der Haltbarkeit. Bis etwa 900 Kilometer lief der Schuh sehr überzeugend. Danach wurden die ersten Risse sichtbar. Am Ende war klar: Der La Sportiva TXS GTX kann sehr viel, aber 1.100 Kilometer Camino Norte mit Regen, Salzwasser, Dreck, Asphalt und schwerem Rucksack sind eine harte Nummer. Er hat mich zuverlässig bis ans Ziel gebracht, aber nicht unbeschadet. Und genau diese ehrliche Einordnung macht den Test für mich wertvoller als jedes Hochglanz-Versprechen
Im Praxistest musste der La Sportiva TXS GTX deutlich mehr leisten als bei einer normalen Wochenendwanderung. Rund 1.100 Kilometer Camino Norte, Fisterra, Santiago und Porto sind für jeden Wanderschuh ein ziemlich ehrlicher Belastungstest. Dazu kamen ein Rucksack mit etwa 12 bis 17 kg, lange Asphaltpassagen, nasse Küstenwege, Schotter, Matsch, Fels, Pflaster und Temperaturen zwischen ungefähr 6 und 35 Grad.
Auf den ersten 30-km-Etappen zeigte sich direkt die größte Stärke des Schuhs: Er funktionierte ohne klassische Einlaufphase. Ich hatte keine Druckstellen, keine Schmerzen unter dem Fuß und keine Probleme an Knie, Hüfte oder Rücken, die ich dem Schuh zuschreiben würde. Das war besonders wichtig, weil der Schuh spontan gekauft wurde und sofort liefern musste. Der Wechsel vom drückenden Salewa auf den La Sportiva TXS GTX war im Alltag auf dem Camino sofort spürbar.
Beim Grip hat die Vibram-Megagrip-Sohle insgesamt überzeugt. Auf trockenem Asphalt, Schotter, Waldwegen und felsigen Passagen fühlte sich der Schuh sicher an. Auch auf nassen Steinen gab es guten Halt, wobei einzelne Rutschmomente natürlich vorkamen. Das ist bei nassem Stein, Schlamm oder glattem Pflaster normal und kein spezielles Problem dieses Schuhs. Wichtig war für mich: Ich fühlte mich mit dem TXS GTX sicher genug, um auch bei Regen und schwerem Rucksack entspannt weiterzugehen.
Die Stabilität am Knöchel war besser, als ich bei einem vergleichsweise beweglichen Wanderschuh erwartet hätte. Ich knicke gerne mal um, was auf langen Wegen mit Müdigkeit und Rucksack nicht gerade ein Bonus ist. Im Test bin ich aber nur einmal richtig umgeschlagen – und das lag eher daran, dass ich beim Gehen aufs Handy geschaut habe. Kleiner Tipp aus der Kategorie „macht man trotzdem immer wieder falsch“: Der Weg gewinnt meistens gegen WhatsApp.
Bei der Wasserdichtigkeit war der Eindruck lange sehr positiv. Regen, nasses Gras, Pfützen und Matsch waren kein echtes Problem. Der Schuh blieb dicht, solange das Wasser nicht von oben in den Schaft lief. Bei tagelangem Dauerregen kam irgendwann Wasser von oben hinein. Das ist kein typischer Defekt der Gore-Tex-Membran, sondern passiert bei jedem Schuh, wenn Wasser über Hose, Socken oder Schaft eindringt. Wenn der Schuh innen einmal richtig nass war, dauerte das Trocknen mehrere Stunden. Bei normalem Regen ging es deutlich schneller.
Der Schwachpunkt zeigte sich erst spät: Nach ungefähr 900 Kilometern wurden erste Risse sichtbar. Am Ende war die Sohle besonders an der Ferse deutlich abgelaufen, stellenweise bis zum gelben Unterbau. Dazu kamen Risse an den Knickstellen, ein aufgeriebenes Innenfutter und eine Membran, die gegen Ende nicht mehr vollständig dicht wirkte. Das klingt hart, muss aber fair eingeordnet werden. Der Schuh wurde fünf Wochen täglich getragen, nicht gereinigt, nicht gepflegt, nicht nachimprägniert und musste Regen, Salzwasser, Dreck und Asphalt wegstecken.
| Testbereich | Eigener Testwert / Eindruck | Bewertung im Praxiseinsatz |
|---|---|---|
| Distanz | ca. 1.100 km | Sehr aussagekräftiger Langzeittest |
| Nutzungsdauer | 5 Wochen täglich | Extremer Dauereinsatz |
| Rucksackgewicht | ca. 12 bis 17 kg | Gute Stabilität trotz Last |
| Komfort | 30-km-Etappen direkt möglich | Sehr stark |
| Blasen | Eine Blase oben am Zeh | Sehr gut für diese Distanz |
| Grip | Gut auf Asphalt, Schotter, Fels und nassem Untergrund | Stark |
| Wasserdichtigkeit | Lange dicht, am Ende nicht mehr vollständig | Gut mit Einschränkung nach hoher Laufleistung |
| Haltbarkeit | Erste Risse nach ca. 900 km | Ordentlich, aber nicht unverwüstlich |
Der La Sportiva TXS GTX ist kein gemütlicher Sneaker mit Wanderschuh-Optik, sondern ein technischer Schuh mit ernsthaftem Outdoor-Anspruch. Trotzdem war der Komfort im Test seine größte Stärke. Gerade auf dem Camino zählt nicht, wie spektakulär ein Schuh aussieht, sondern ob man morgens wieder freiwillig hineinsteigt. Beim TXS GTX war das auch nach mehreren Wochen noch der Fall.
Die Passform war für meinen Fuß sehr gut, aber nicht universal. Beim Anziehen wirkte der Schuh etwas schmal. Nach kurzer Zeit saß er aber genau richtig. Mit den dickeren WRIGHTSOCK Escape Merino Crew war der Platz im Schuh passend ausgefüllt, mit den dünneren Wrightsock Coolmesh II hatte ich etwas mehr Luft. Für sehr breite Füße wäre ich vorsichtig. Wer bei La Sportiva generell Probleme mit der Breite hat, sollte den TXS GTX unbedingt anprobieren oder sehr genau auf Rückgabemöglichkeiten achten.
Besonders positiv war die Kombination aus Schuh, CURREX HikePro Einlegesohle und Wrightsock-Socken. Diese Kombination hat bei mir hervorragend funktioniert. Die CURREX-Sohle brachte zusätzliche Unterstützung, während die doppellagigen Wrightsock-Socken das Blasenrisiko deutlich reduziert haben dürften. Auf der ganzen Strecke hatte ich nur eine Blase, und die saß oben auf einem Zeh. Für 1.100 Kilometer mit einem spontan gekauften Schuh ist das fast schon unverschämt gut.
Die Dämpfung war auch auf Asphalt ausreichend. Das ist beim Camino Norte wichtig, denn obwohl viele Bilder nach Natur, Küste und Abenteuer aussehen, läuft man eben auch sehr viel auf harten Wegen, Straßen und Pflaster. Der TXS GTX war hier nicht zu hart, aber auch nicht schwammig. Nach 20 bis 30 Kilometern fühlten sich die Füße weiterhin gut an. Erst bei sehr langen Tagen um 40 bis 45 Kilometer merkte ich die Belastung deutlicher.
Beim Klima gab es ebenfalls wenig zu meckern. Der Schuh wurde bei Sonne, Regen, Salzwasser und Temperaturen von ungefähr 6 bis 35 Grad getragen. Trotz Gore-Tex hatte ich keinen unangenehmen Hitzestau und keine auffälligen Schweißfuß-Probleme. Natürlich ist ein GTX-Schuh nie so luftig wie ein leichter Trailrunner ohne Membran, aber für einen wasserdichten Wanderschuh war das Klima im Alltag absolut okay.
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| Sehr hoher Komfort auf langen Etappen | Nach rund 900 km erste Risse sichtbar |
| Guter Grip durch Vibram Megagrip | Sohle an der Ferse stark abgelaufen |
| Lange wasserdicht bei Regen und Matsch | Membran am Ende nicht mehr vollständig dicht |
| Direkt ohne Einlaufen für 30-km-Etappen nutzbar | Eher schmale Passform beim Einstieg |
| Gute Stabilität trotz beweglichem Tragegefühl | Nicht meine erste Wahl für hochalpine C/D-Touren |
Der La Sportiva TXS GTX sitzt für mich zwischen klassischem Wanderschuh, leichtem Trekkingstiefel und technischem Zustiegsschuh. Genau deshalb ist der Vergleich mit Salewa, Salomon und Lowa interessant. Diese Modelle sprechen ähnliche Nutzer an, setzen aber andere Schwerpunkte.
| Alternative | Einordnung | Für wen sinnvoll? |
|---|---|---|
| Salewa Alp Trainer Mid GTX | Robuster Wanderschuh mit sehr guter Haltbarkeit. In meinem Fall drückte er bei schwerem Rucksack unter dem linken Fuß, hielt aber grundsätzlich sehr lange. | Für Wanderer, die Wert auf Robustheit legen und mit der Passform gut zurechtkommen. |
| Salomon Quest 4 GTX | Stabiler Trekkingstiefel mit komfortorientierter Ausrichtung. Meine Erfahrung mit früheren Salomon-Modellen: bequem, aber nicht immer die stärkste Haltbarkeit. | Für Nutzer, die mehr Stiefelgefühl und Stabilität möchten. |
| Lowa Renegade GTX | Klassischer Wanderschuh, eher fester und traditioneller. Für viele Einsätze bewährt, mir persönlich für die meisten Wege aber zu hart. | Für Wanderer, die einen klassischen, stabilen Allround-Wanderschuh suchen. |
Welche Wanderschuhe, Trekkingstiefel oder Camino-Ausrüstung sollen wir als Nächstes testen? Schreib uns deine Erfahrungen, Fragen oder Empfehlungen gerne unten in die Kommentare. Bist du den La Sportiva TXS GTX selbst gelaufen – oder hast du auf dem Jakobsweg einen anderen Favoriten gefunden? 😊
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🔔 Jetzt TechTaste auf YouTube abonnierenGegenüber dem Salewa Alp Trainer Mid GTX wirkte der La Sportiva TXS GTX für mich bequemer auf langen Etappen und weniger problematisch unter dem Fuß. Der Salewa punktet dafür bei der Haltbarkeit. Ich bin mit ihm bereits den Camino Francés gelaufen, habe ihn danach privat weiter beim Gassigehen genutzt und besitze ihn immer noch. Dass er bei schwerem Rucksack gedrückt hat, liegt wahrscheinlich eher an meinem Fuß als am Schuh.
Im Vergleich zum Salomon Quest 4 GTX fühlt sich der La Sportiva TXS GTX leichter und direkter an. Der Salomon ist mehr klassischer Trekkingstiefel, bietet viel Stabilität, wirkt aber auch massiver. Wer einen festeren Schuh mit mehr Stiefelcharakter sucht, wird beim Salomon eher glücklich. Wer ein beweglicheres Gefühl mit gutem Grip möchte, findet im TXS GTX die spannendere Mischung.
Der Lowa Renegade GTX ist für viele ein Klassiker, aber eben auch deutlich traditioneller. Für Alltag, Tageswanderungen und moderate Touren ist er bewährt. Mir persönlich war er für die meisten Einsatzbereiche zu hart. Der La Sportiva TXS GTX läuft sich sportlicher, direkter und für lange Camino-Tage angenehmer.
(H2) Für wen lohnt sich das Produkt?
Der La Sportiva TXS GTX lohnt sich besonders für Wanderer und Pilger, die einen bequemen, griffigen und wasserdichten Schuh für lange Strecken suchen. Für den Camino Norte und auch für den Camino Francés würde ich ihn grundsätzlich empfehlen. Man sollte aber wissen, dass extreme Dauernutzung mit 1.100 Kilometern, Salzwasser, Regen, Dreck und viel Asphalt deutliche Spuren hinterlassen kann.
Sehr gut passt der Schuh zu Menschen mit normalem bis eher schmalem Fuß, die viel unterwegs sind und einen stabilen, aber nicht klobigen Wanderschuh wollen. Auch für Tageswanderungen, mehrtägige Touren, nasse Waldwege, felsige Küstenpfade und Reisen mit wechselnden Untergründen ist er stark. Der Mix aus Vibram-Sohle, Gore-Tex-Membran und relativ beweglichem Aufbau funktioniert im Alltag sehr gut.
Weniger geeignet ist der TXS GTX meiner Meinung nach für sehr breite Füße, reine Asphaltwanderungen ohne Geländeanteil oder hochalpine Touren im Bereich Kategorie C/D. Für schwere alpine Einsätze würde ich zu einem steiferen und robusteren Bergschuh greifen. Der TXS GTX kann viel, aber er ist kein Panzer. Eher ein sportlicher Allrounder mit sehr gutem Komfort und spürbarer Outdoor-DNA.
Der La Sportiva TXS GTX Herren hat sich in meinem Test als richtig starker Wanderschuh für lange Strecken gezeigt. Nach rund 1.100 Kilometern auf dem Camino Norte, weiter bis Fisterra und mit zusätzlichen Wegen in Santiago und Porto bleibt vor allem eines hängen: Der Schuh war verdammt bequem. Direkt nach dem Kauf in Zarautz konnte ich damit 30-km-Etappen laufen, ohne ihn vorher einzulaufen. Das ist bei einem spontan gekauften Wanderschuh keine Selbstverständlichkeit.
Besonders überzeugt haben mich der Komfort, der Grip und die lange zuverlässige Wasserdichtigkeit. Auf Asphalt, Schotter, Matsch, Fels, Pflaster und nassen Küstenwegen fühlte sich der TXS GTX sicher an. Auch mit 12 bis 17 kg Rucksack war die Stabilität gut genug, ohne dass sich der Schuh wie ein schwerer Bergstiefel angefühlt hat. Für den Camino Norte, den Camino Francés und lange Tagesetappen ist das eine starke Mischung.
Der größte Kritikpunkt ist klar die Haltbarkeit bei extremem Dauereinsatz. Nach rund 900 Kilometern zeigten sich erste Risse, am Ende waren Sohle, Obermaterial und Innenfutter sichtbar gezeichnet. Die Ferse war stark abgelaufen, stellenweise bis zum gelben Unterbau. Auch die Gore-Tex-Membran war gegen Ende nicht mehr vollständig dicht. Das ist ärgerlich, aber nicht völlig überraschend: Fünf Wochen täglicher Einsatz, Salzwasser, Regen, Dreck, Asphalt und keine Pflege sind für jeden Schuh eine kleine Existenzkrise.
Unterm Strich bekommt der La Sportiva TXS GTX von mir 4 von 5 Sternen. Er ist kein unzerstörbarer Panzer, aber ein sehr bequemer, griffiger und vielseitiger Wanderschuh mit echter Langstreckenqualität. Wer ihn für normale Wanderungen, Pilgerwege oder mehrtägige Touren nutzt, bekommt einen richtig guten Schuh. Wer erwartet, dass er 1.100 Kilometer Camino-Dauereinsatz völlig unbeeindruckt wegsteckt, sollte seine Erwartungen etwas erden.
Ich würde den La Sportiva TXS GTX Herren wieder kaufen. Für mich war er auf dem Camino Norte eine sehr gute Wahl, weil er sofort bequem war, guten Grip bot und meine Füße auch auf langen Etappen zuverlässig entlastet hat. Besonders in Kombination mit der CURREX HikePro Einlegesohle und den WRIGHTSOCK Escape Merino Crew Socken war das Setup für meine Füße nahezu perfekt.
Kaufen würde ich ihn vor allem, wenn du einen leichten bis stabilen Wanderschuh für lange Strecken, Pilgerwege, nasse Wege, Küstenpfade und gemischtes Gelände suchst. Eher vorsichtig wäre ich bei sehr breiten Füßen, reinen Asphaltwanderungen oder hochalpinen C/D-Touren. Dafür gibt es robustere und steifere Schuhe.
Alle Empfehlungen, Produktlinks, Alternativen und Quellen zum La Sportiva TXS GTX Test auf einen Blick.
Der La Sportiva TXS GTX Herren hat sich im Praxistest als sehr bequemer, griffiger und vielseitiger Gore-Tex-Wanderschuh für lange Strecken gezeigt. Auf rund 1.100 km Camino Norte, weiter bis Fisterra und mit zusätzlichen Wegen in Santiago und Porto überzeugte er vor allem durch hohen Komfort, guten Halt, starke Dämpfung und zuverlässigen Wetterschutz. Besonders beeindruckend: Direkt nach dem Kauf waren 30-km-Etappen möglich, ohne klassische Einlaufphase. Der größte Kritikpunkt ist die Haltbarkeit bei extremem Dauereinsatz: Nach rund 900 km zeigten sich erste Risse, am Ende waren Sohle, Obermaterial und Innenfutter deutlich gezeichnet. Trotzdem bleibt der TXS GTX für mich ein starker Wanderschuh – nur eben kein unzerstörbarer Panzer mit Schnürsenkeln.
Zum Schluss beantworte ich die wichtigsten Fragen, die vor dem Kauf des La Sportiva TXS GTX besonders relevant sind: Passform, Wasserdichtigkeit, Haltbarkeit, Camino-Tauglichkeit und meine Erfahrungen nach rund 1.100 Kilometern Praxistest.
Ja, aus meiner Sicht ist der La Sportiva TXS GTX sehr gut für den Camino Norte geeignet. Im Test lief ich damit rund 1.100 Kilometer von Zarautz bis Fisterra plus zusätzliche Wege in Santiago und Porto. Komfort, Grip und Wasserdichtigkeit waren stark. Man sollte nur einkalkulieren, dass der Schuh nach solch einer extremen Distanz deutliche Verschleißspuren zeigen kann.
In meinem Praxistest zeigten sich nach rund 900 Kilometern die ersten sichtbaren Risse. Nach etwa 1.100 Kilometern war die Sohle besonders an der Ferse stark abgelaufen, das Innenfutter aufgerieben und die Membran nicht mehr vollständig dicht. Bei normaler Nutzung mit Pflege, weniger Salzwasser und weniger täglichem Dauereinsatz kann die Lebensdauer anders ausfallen.
Ja, der Schuh war im Test lange wasserdicht. Regen, nasses Gras, Matsch und Pfützen waren kein Problem. Bei tagelangem Dauerregen lief irgendwann Wasser von oben in den Schuh. Gegen Ende der 1.100 Kilometer war er nicht mehr vollständig dicht, was zusammen mit Rissen und starkem Verschleiß plausibel ist.
Der La Sportiva TXS GTX fällt eher schmal aus. Ich trage bei Salomon ebenfalls Größe 45 und bei Salewa 44,5. Beim TXS GTX passte Größe 45 gut. Beim Anziehen wirkte der Schuh zunächst etwas eng, saß dann aber sehr passend. Für breite Füße würde ich ihn nur nach Anprobe empfehlen.
Bei mir war kein klassisches Einlaufen nötig. Ich bin direkt nach dem Kauf 30-km-Etappen gelaufen und hatte auf der gesamten Strecke nur eine Blase. Das ist aber stark abhängig von Fußform, Socken, Einlegesohle und Belastung. Mein Setup mit CURREX HikePro und Wrightsock-Socken hat sicher geholfen.
Im Test funktionierte die Kombination aus CURREX HikePro Einlegesohle und WRIGHTSOCK Escape Merino Crew sehr gut. Die dünneren Wrightsock Coolmesh II gingen ebenfalls, fühlten sich auf langen Etappen aber weniger gepolstert an. Für lange Pilgerwege würde ich eher die besser gepolsterte Variante wählen.
Nicht pauschal. Der La Sportiva TXS GTX war für mich bequemer als mein Salewa bei schwerem Rucksack, beweglicher als der Salomon Quest 4 GTX und angenehmer als der für mich recht harte Lowa Renegade. Dafür würde ich Salewa bei der Haltbarkeit stärker einschätzen. Am Ende entscheidet die Passform mehr als das Markenlogo.
a, für meinen beruflichen Einsatz würde ich ihn wieder nehmen, weil er zuverlässig ist, gut zu transportieren ist und für Luftbewegung bei moderatem Stromverbrauch sehr praktisch bleibt. Wenn regelmäßig große Flächen schnell getrocknet werden müssen, wäre zusätzlich ein stärkeres Gerät sinnvoll.
Ich bin Michael Ende, unabhängiger Produkttester und Betreiber von TechTaste.de. Meine Erfahrungen stammen aus echter Praxis – beim Arbeiten, Campen, Schrauben, Reisen und im Alltag. Ich teste Produkte nicht im Labor unter Idealbedingungen, sondern dort, wo sie wirklich funktionieren müssen. Ich bin Mitglied im BDFJ – Bundesverband Digitalpublisher und Journalisten e.V. und verpflichte mich damit zu transparenten, ehrlichen und nachvollziehbaren Teststandards ohne Herstellerbeeinflussung. Die meisten Produkte werden von mir selbst gekauft, nicht gesponsert. Affiliate-Links ändern nichts am Ergebnis – gut bleibt gut, schlecht bleibt schlecht. Mit präzisen Messungen, technischer Expertise und vielen Jahren Handwerkserfahrung entstehen so Testberichte, die echten Mehrwert liefern – nicht Marketing. View all posts by Michael

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