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UbiBot WS1 Pro Test: WLAN & LTE Datenlogger im Praxistest – Temperatur, Luftfeuchtigkeit & Cloud-Überwachung im Check

UbiBot WS1 Pro Test: WLAN & LTE Datenlogger im Praxistest – Temperatur, Luftfeuchtigkeit & Cloud-Überwachung im Check

Wenn man beruflich regelmäßig mit Feuchtigkeit, Kellern und Bautrocknern zu tun hat, entwickelt man recht schnell ein Gefühl dafür, ob ein Gerät in der Praxis wirklich etwas taugt – oder nur auf dem Papier beeindruckt. Bei mir war es ein konkreter Fall in einem älteren Keller, der über Monate hinweg zu feucht war. Als der Bautrockner dort zwei Wochen lang ununterbrochen lief, wollte ich endlich einmal schwarz auf weiß sehen, wie sich Temperatur und Feuchtigkeit tatsächlich entwickeln. Nicht nur ein paar Momentaufnahmen, sondern ein echter Messverlauf, sauber dokumentiert und jederzeit abrufbar.

Der UbiBot WS1 Pro (Amazon-Link) sollte genau diese Lücke schließen. Ein Datenlogger, der nicht nur WLAN, sondern auch LTE kann, der auf Wunsch alle fünf Minuten misst und zusätzlich eine Cloud-Anbindung mitbringt. Ein Gerät, das eher für Handwerk und Industrie gedacht ist als für den privaten Keller – zumindest laut Hersteller. Wenn dich interessiert, wie ich Geräte bei längeren Einsätzen dokumentiere, schau dir auch meine Testmethodik für Langzeittests an.

Also habe ich ihn mitgenommen, im Keller aufgebaut, verschiedene Intervalle getestet, Alarmregeln angelegt und mich darauf verlassen, dass er seine Aufgabe zuverlässig erledigt. Die Ergebnisse waren teils beeindruckend, teils überraschend und manchmal auch frustrierend. Genau das macht einen echten Praxistest aus.Wie ich solche Langzeittests plane und auswerte, erkläre ich hier ausführlich in meiner Testmethodik.Weitere Praxistests mit echten Messwerten findest du hier.

Wer regelmäßig Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO₂ überwachen und messen möchte, kommt an Smart-Home-Sensoren und Datenloggern kaum vorbei.

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Der UbiBot WS1 Pro gehört zu den Datenloggern, die auf den ersten Blick wirken, als wären sie für alles gewappnet: Temperatur, Luftfeuchte, Licht, WLAN, LTE, Cloud-Anbindung, externe Sensoren, API und Diagramme. Er soll zuverlässig in Umgebungen arbeiten, in denen herkömmliche Sensoren versagen – etwa in Kellern, Gewächshäusern, Serverräumen oder während einer technischen Trocknung. Genau das macht ihn für Profis interessant, die sich nicht auf einfache 20-Euro-Bluetooth-Sensoren verlassen können.

In meinem Test sollte der WS1 Pro zeigen, ob er dieser Rolle gerecht wird. Zwei Wochen lang lief er parallel zu einem leistungsstarken Trotec-Bautrockner in einem privaten Keller. Gemessen wurde alle fünf Minuten, synchronisiert alle fünfzehn. Ich wollte sehen, wie stabil die WLAN-Verbindung im Keller ist, ob LTE als Fallback funktioniert, wie sauber die Datenaufbereitung in der Cloud aussieht und ob die Alarmfunktionen wirklich zuverlässig reagieren.

Schon vorab kann ich sagen: Der WS1 Pro ist ein Gerät mit deutlichen Stärken, aber auch mit überraschenden Schwächen, die man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwartet hätte.

Lieferumfang & Modelle

Der UbiBot WS1 Pro wird in zwei Versionen angeboten – eine reine WLAN-Variante und eine Kombiversion mit WLAN und LTE. Während die normale Version bei Amazon für rund 99 Euro erhältlich ist, liegt die LTE-Variante beim Hersteller bei etwa 199,99 Euro. Schon dieser Preisunterschied zeigt, dass UbiBot das Modell klar als professionelles Tool positioniert und nicht als günstigen Heimsensor.

In der WLAN-Version liegt das Gerät in einer schlichten Verpackung zusammen mit einem Micro-USB-Kabel, einer kleinen Wandhalterung und einer Schnellstartanleitung. Bei der LTE-Version kommt zusätzlich eine ab Werk aktivierte SIM-Karte dazu, die für die Nutzung zwingend erforderlich ist. Die Einrichtung erfolgt in beiden Fällen über die UbiBot-App oder das Webinterface.

Das Zubehör ist funktional, aber keineswegs luxuriös. Vor allem das beiliegende Micro-USB-Kabel wirkt nicht mehr ganz zeitgemäß und fällt im Alltag dadurch auf, dass es nicht so stabil wie ein modernes USB-C-Kabel sitzt. Für den Preis – besonders bei der LTE-Variante – hätte ich mir einen moderneren Standard gewünscht.

Das WS1-Pro-Modell unterscheidet sich deutlich vom kleineren WS1. Während der einfache WS1 eher für Heimanwendungen gedacht ist, richtet sich der Pro-Sensor klar an professionelle Nutzer. Dazu zählen unter anderem die größere Displayfläche, der RS485-Anschluss für externe Sonden, die LTE-Option sowie die erweiterten Alarmfunktionen. In der Praxis bedeutet das: Wer nur ab und zu in der Wohnung Temperatur und Luftfeuchte messen möchte, ist mit dem WS1 überversorgt. Wer hingegen Feuchteprobleme, technische Trocknungen oder professionelle Lagerüberwachung hat, profitiert vom Pro-Modell deutlich mehr.

Bilder vom Webinterface des Ubibot WS1 Pro

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<a href=”https://shop.ubibot.de/UbiBot-WS1-Pro-SIM” target=”_blank” rel=”nofollow noopener”>UbiBot Hersteller</a> ·
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Verarbeitung & Design

Der UbiBot WS1 Pro hat eine sehr funktionale Optik. Er wirkt robust, aber nicht hochwertig im Sinne teurer Laborgeräte. Das Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff mit einer glänzenden Oberfläche, die sich gut reinigen lässt aber auch anfällig für Fingerabdrücke ist. Die Bauform ist rechteckig und flach, sodass das Gerät problemlos an Wänden, Schränken oder in Regalen stehen kann.

Das Display nimmt einen Großteil der Vorderseite ein und zeigt die wichtigsten Werte in großer Schrift an. Es ist im Alltag gut ablesbar, allerdings nicht hintergrundbeleuchtet. In dunklen Kellern oder schlecht beleuchteten Räumen muss man daher mit einer externen Lichtquelle arbeiten. In heller Umgebung ist die Darstellung dagegen klar und kontrastreich.

An der rechten Seite befinden sich ein Micro-USB-Port für die Stromversorgung sowie der Anschluss für externe RS485-Sensoren. Bei der LTE-Version sitzt der SIM-Slot gut versteckt unten im Batteriefach. Die Positionierung der Anschlüsse ist so gewählt, dass das Gerät auch bei Wandmontage nicht im Weg steht, allerdings wirkt der Micro-USB-Port etwas empfindlich gegenüber Kabelbewegungen.

Die Montage ist unkompliziert. Mit der beiliegenden Halterung lässt sich der WS1 Pro fix anbringen, alternativ steht er stabil auf jeder ebenen Fläche. Im Test stand er frei auf einem Regalbrett etwa einen Meter über dem Boden – dort lieferte er die zuverlässigsten Messwerte, weit weg von kalten Außenwänden und Heizleitungen.

Quellen: Hersteller · Amazon · UbiBot Cloud

Funktionen & Features

Der Funktionsumfang des WS1 Pro ist beeindruckend. Der Datenlogger misst Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht, zeichnet Signalstärken auf und bietet sowohl lokale Speicherung als auch Cloud-Synchronisation. Die Sensoren sind laut Hersteller hochpräzise und industrietauglich, was sich im Test auch bestätigt hat. Die Temperaturwerte lagen stets im Bereich hochwertiger Haushaltsgeräte, während die Luftfeuchte in einigen Situationen leicht abwich – allerdings in nachvollziehbaren Grenzen.

Die Cloud-Anbindung erfolgt über 2,4-GHz-WLAN. Das Gerät unterstützt kein 5-GHz-Netz, was bei vielen modernen Routern zu Verwirrung führen kann. Ist das 2,4-GHz-Netz jedoch separat benannt oder gleichzeitig aktiv, funktioniert die Einrichtung problemlos. Die Synchronisation ist stabil und zuverlässig. Selbst im Keller mit dicken Betonwänden lag der RSSI-Wert meist über -55 dBm, was für eine recht konstante Datenübermittlung sorgt.

Die LTE-Funktion hingegen war ernüchternd. Im Keller gab es praktisch keinen Empfang, selbst im Auto wanderte das Signal minutenlang zwischen einem und null Balken. Erst zurück in Düsseldorf zeigte der WS1 Pro wieder stabile GSM-Werte an. Für Orte ohne WLAN kann LTE unter bestimmten Umständen helfen, aber man sollte sich nicht blind darauf verlassen.

Der WS1 Pro kann umfassende Alarmfunktionen nutzen. E-Mails, Push-Benachrichtigungen, SMS und Anrufe lassen sich flexibel konfigurieren. In meinem Test hat eine Regel, die feuchtebedingte Warnungen senden sollte, sofort und zuverlässig ausgelöst. Besonders beim Bautrocknen oder in kritischen Gebieten wie Serverräumen ist das ein wertvolles Feature.

Die App ist funktional, aber die Übersetzungen sind stellenweise holprig. Die Menüführung könnte moderner sein, und manche Einstellungen sind tief verborgen, sodass man sie nur mit Geduld oder durch Ausprobieren findet. Positiv ist hingegen das Webinterface, das deutlich professioneller wirkt und mit klaren Diagrammen überzeugt.

Quellen: UbiBot Cloud · Amazon · Hersteller

Screenschots von der Ubibot WS1 Pro App

Praxistest & echte Messwerte

Der wichtigste Teil des Tests fand im Keller eines Kunden statt, wo ein Trotec-Bautrockner zwei Wochen ununterbrochen lief. Der WS1 Pro stand dort frei, ohne Wandkontakt, mit fünfminütigem Messintervall. Schon nach dem ersten Tag zeigte sich ein klarer Trend: Die Temperaturverläufe waren plausibel und die Luftfeuchte ging im erwartbaren Bereich zurück.

Der Temperaturverlauf war sauber. Die Minimaltemperatur lag bei knapp 12,7 °C, die Maximaltemperatur bei 23,3 °C, abhängig davon, wie lange der Trockner lief und wie stark die Luftbewegung war. Die Luftfeuchtigkeit fiel von über 60 % auf unter 50 %. Diese Entwicklung war im Diagramm deutlich sichtbar und entsprach ziemlich genau dem, was man bei einem solchen Bautrocknungsvorgang erwarten würde.

Im Vergleich zu einem Eve-Sensor, den ich privat nutze, lagen die Temperaturwerte nahezu auf Augenhöhe. Die Luftfeuchte wies eine leichte Abweichung auf, aber keine, die im Alltag relevant wäre. Besonders positiv: Der WS1 Pro reagiert schnell auf Veränderungen. Wird eine Tür geöffnet oder der Luftstrom geändert, sieht man innerhalb weniger Minuten die Anpassung im Diagramm.

Die Alarmfunktion reagierte zuverlässig. Eine Regel, die unter 49 % Luftfeuchtigkeit benachrichtigt, löste sofort aus und kam zeitgleich auf dem Smartphone an. Gerade in Umgebungen, in denen ein Feuchteanstieg problematisch sein könnte, ist diese Zuverlässigkeit enorm wichtig.

Die Cloud synchronisiert schnell und sauber, solange das WLAN verfügbar ist. Die LTE-Version konnte erst wieder außerhalb des Kellers sinnvoll genutzt werden. Ein Problem zeigte sich jedoch nach längerer Messzeit: Bei zwei Wochen Messintervall im Fünf-Minuten-Takt lädt die App die komplette Datenhistorie nicht mehr. Es erscheint eine Meldung, dass die Datenmenge zu groß sei. Kürzere Zeiträume lassen sich jedoch problemlos darstellen.

Der Akku hielt unter diesen Bedingungen rund einen Monat. Da ich ihn aber über Micro-USB betreibe, war das im Alltag weniger wichtig. Für Einsätze ohne Stromquelle ist diese Laufzeit jedoch relevant.

Insgesamt zeigte der WS1 Pro im Praxistest viele Stärken, aber auch einige bemerkenswerte Schwächen, die man in diese Preisklasse einordnen muss.
Für andere Geräte, die ich im Zusammenhang mit Bautrocknung und Feuchtemessung nutze, findest du z. B. meinen Brennenstuhl DC 2013 Countdown-Timer im Test – ideal, um Baulüfter oder Trockner automatisch abzuschalten.

Ein Beispiel für einen solchen Praxistest ist der UbiBot WS1 Pro, den ich über mehrere Wochen zur Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsüberwachung eingesetzt habe.Ich teste den Sensor nicht nur im Wohnraum, sondern auch zur Langzeitüberwachung in verschiedenen Umgebungen ein. Ein Beispiel für einen solchen Praxistest ist der UbiBot WS1 Pro, den ich über mehrere Wochen zur Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsüberwachung getestet habe. Meine Testmethodik findest du hier.

Quellen: UbiBot Cloud · Amazon · Hersteller

Vergleich mit Konkurrenz

Der Markt für Temperatur- und Feuchtigkeitsdatenlogger ist größer, als viele denken. Zwischen günstigen Bluetooth-Sensoren für wenige Euro und professionellen Industrie-Lösungen für mehrere hundert Euro spannt sich ein breites Spektrum. Der UbiBot WS1 Pro positioniert sich genau dazwischen – als Profi-Gerät mit Cloud, Alarmfunktionen und industrietauglicher Genauigkeit, aber ohne den extremen Preis und den hohen Installationsaufwand echter Laborlösungen.

Um besser einordnen zu können, wie gut der WS1 Pro tatsächlich abschneidet, habe ich ihn mit einigen bekannten Alternativen verglichen, die in Haushalten, Werkstätten und im Handwerk häufig verwendet werden.

UbiBot WS1 vs. UbiBot WS1 Pro

Der direkte Vergleich zwischen UbiBot WS1 und WS1 Pro zeigt die klare Zielgruppenaufteilung des Herstellers. Der normale WS1 ist ein simpler WLAN-Datenlogger für Wohnung, Gewächshaus oder die Überwachung einzelner Räume. Er misst zuverlässig Temperatur und Feuchtigkeit, hat jedoch ein kleineres Display, weniger Anschlüsse und keine Option für LTE. Die Sensoren sind solide, aber nicht in dem Bereich, den man für kritische Umgebungen oder Langzeitdokumentation erwarten würde.

Der WS1 Pro hingegen ist eindeutig das professionellere Modell. Er bietet:

    • ein größeres, besser strukturiertes Display
    • RS485-Unterstützung für externe Sonden
    • deutlich mehr Alarmoptionen
    • eine robustere Cloud-Anbindung
    • längere Batterielaufzeit
    • optional LTE für Einsätze ohne WLAN
    • spürbar präzisere Sensoren

Die Unterschiede merkt man besonders im Praxisbetrieb. Wer im Handwerk unterwegs ist, Bautrocknungen dokumentiert oder empfindliche Räume überwacht, braucht die Pro-Features. Für den reinen Privatgebrauch hingegen ist der WS1 Pro überdimensioniert – und preislich auch nicht attraktiv.

UbiBot WS1 Pro vs. Govee H5179 / Govee WiFi-Sensoren

Govee hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Marke im Heimbereich entwickelt. Die WiFi-Hygrometer sind günstig, zuverlässig und sehr einfach einzurichten. Genau hier liegt aber auch der Unterschied: Govee ist für den privaten Bedarf optimiert – nicht für professionelle Anwendungen.

Govee liefert gute Daten, aber:

    • keine LTE-Funktion
    • kein externer Sensor-Anschluss
    • kein RS485
    • weniger Alarmvarianten (keine WhatsApp, kein SMS)
    • keine industrielle Konstruktion
    • keine API für professionelle Integrationen

Der UbiBot WS1 Pro ist mindestens zwei Klassen darüber angesiedelt. Dafür muss man jedoch auch das Doppelte bis Dreifache investieren. In meinem Keller-Test war der Unterschied klar spürbar. Der WS1 Pro reagierte schneller, lieferte detailliertere Daten und hielt die Verbindung stabiler. Govee war gelegentlich sichtbar träger – was im Alltag für den Privatbereich völlig ausreicht, im professionellen Umfeld aber ein echter Nachteil sein kann.

Govee bleibt dennoch eine gute Alternative, wenn man lediglich einen Raum überwachen möchte, aber keine tiefere Protokollierung oder externe Sensoren benötigt. Dne Grove Wifi Sensor findet ihr HIER bei Amazon, für ca 25€

UbiBot WS1 Pro vs. Testo 174H

Testo ist im professionellen Bereich eine der größten Marken im Bereich Klimamesstechnik. Der Testo 174H ist ein kleiner, sehr präziser Datenlogger, der ohne Cloud arbeitet und stattdessen lokal speichert. Das macht ihn ideal für Laborumgebungen oder sehr kontrollierte Messreihen.

Allerdings fehlen dem 174H Funktionen wie:

    • Echtzeitübertragung
    • WLAN
    • LTE
    • Push- oder E-Mail-Benachrichtigungen
    • App-Überwachung
    • exakte Cloud-Diagramme
    • Langzeit-Online-Dokumentation

Für reine Dokumentationen eignet sich Testo hervorragend. Für Live-Monitoring und Feuchtewarnungen ist der WS1 Pro jedoch deutlich überlegen. Genau deshalb war der WS1 Pro im Bautrockner-Test die bessere Wahl – Testo hätte die Werte zwar präzise gespeichert, aber ich hätte sie erst später per USB auslesen können.

Gerade bei der Bautrocknung geht es aber darum, Trends in Echtzeit zu erkennen und zu überprüfen, ob der Trockner korrekt arbeitet. Hier hat der UbiBot klar Vorteile.

Ein Testbricht zum Testo 174H werden ich demnächst ertsellen, aber bisher habe ich mit dem Hersteller nur gute Erfhrung gemacht. Den Testo 174H findet ihr Hier bei Amazon.

Quellen: Amazon · Testo · UbiBot Hersteller

Stärken & Schwächen

Der WS1 Pro hat in meinem zweiwöchigen Test viele Stärken gezeigt – aber auch einige Schwächen, die man nicht ignorieren sollte. Um einen fairen Eindruck zu vermitteln, habe ich alle Punkte so objektiv wie möglich bewertet und mich auf reale Erfahrungen gestützt.

In der Kategorie „Stärken“ fällt vor allem die Messgenauigkeit auf. Der Sensor reagiert schnell und liefert Werte, die nahezu identisch mit anderen hochwertigen Messgeräten sind. Vor allem in dynamischen Situationen, etwa wenn eine Kellertür geöffnet wird oder ein Trockner anspringt, zeigt der UbiBot, wie gut er auf Veränderungen reagiert. Die Cloud-Diagramme sind klar strukturiert und liefern einen guten Überblick über Zeiträume und Trends. Die Alarmfunktionen funktionieren zuverlässig und sind in der Praxis besonders wertvoll, weil sie auf dem Smartphone oder per Mail sofort sichtbar sind. Gerade in beruflichen Umgebungen, etwa bei Schimmelprävention oder technischen Trocknungen, ist diese Zuverlässigkeit ein echter Vorteil.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Möglichkeit, externe Sensoren anzuschließen. Gerade im industriellen Bereich oder in der Landwirtschaft kann das enorm wichtig sein. Die RS485-Unterstützung hebt den WS1 Pro deutlich von günstigeren Geräten ab.

Die größten Schwächen liegen dagegen in der Software. Die Übersetzung in der App ist an mehreren Stellen suboptimal. Es wirkt teilweise so, als seien einige Menüs ohne Kontrolle durch ein Übersetzungstool gelaufen. Dazu kommt, dass viele Einstellungen tief in den Menüs versteckt sind und eine nicht intuitive Navigation haben. Es braucht definitiv Eingewöhnung, bevor man sich sicher in der App bewegt.

Ebenfalls kritisch: Die fehlende Firmware-Update-Funktion. Gerade Geräte, die regelmäßig Daten ins Internet senden, sollten Sicherheitsupdates erhalten. Der Hersteller arbeitet angeblich an einer Lösung, doch aktuell ist die Firmware fix und lässt sich nicht aktualisieren. Das ist in dieser Preisklasse ein echter Minuspunkt, den man bewusst einkalkulieren sollte.

Hinzu kommt die schlechte LTE-Leistung im Keller. Während das WLAN zuverlässig funktionierte, war LTE nahezu unbrauchbar und erst außerhalb des Gebäudes stabil. In Umgebungen ohne WLAN kann das zum Problem werden – je nach Standort.

Zusammengefasst hat der WS1 Pro ein starkes Fundament und professionelle Hardware, wird aber softwareseitig von einigen Altlasten zurückgehalten. 

Ein klarer Minuspunkt: Die App, die laut Kundendienst deutlich übersichtlicher sein soll als die Handy-Version und das Web-Interface, lässt sich auf dem Mac nicht ohne Weiteres installieren. Im App Store taucht sie gar nicht auf, und beim Download über die Website blockt macOS sofort mit dem Hinweis, dass die App nicht auf Schadsoftware geprüft werden kann. Man könnte zwar eine Ausnahme erzwingen, aber da ich ausschließlich produktiv genutzte Geräte habe und kein System, das ich im Zweifel einfach neu aufsetzen kann, habe ich die Installation gelassen.

Positiv hervorheben muss ich aber: Der Kundenservice hat sehr schnell reagiert.

Quellen: Amazon · UbiBot Cloud · Hersteller

Für wen eignet sich das Gerät?

Der UbiBot WS1 Pro richtet sich an eine klar definierte Zielgruppe. Er ist kein typisches Heimsensor-Gerät und auch nicht als einfacher Temperaturfühler gedacht. In meinem Test wurde ziemlich schnell klar, dass der WS1 Pro für den professionellen Einsatz konzipiert wurde – auch wenn einige Designentscheidungen noch Verbesserungspotenzial haben.

Für Handwerker und Dienstleister, die Baufeuchte, Wasserschäden oder technische Trocknungen dokumentieren müssen, ist der UbiBot ideal. Er misst präzise, speichert zuverlässig und kann Trends über Wochen hinweg darstellen. Für die Überwachung von Kellern, Ferienwohnungen, Wohnmobilen oder Kühlräumen ist er ebenfalls gut geeignet, solange WLAN verfügbar ist. Wo kein WLAN existiert, muss man im Einzelfall prüfen, ob LTE ausreichend Empfang bietet.Für die zeitgesteuerte Lüfter- oder Gerätesteuerung bei solchen Einsätzen nutze ich oft den Brennenstuhl DC 2013 Countdown-Timer, den ich hier im Detail getestet habe.

Im Industriebereich spielt der UbiBot seine größte Stärke aus: die Integration externer Sonden. Damit eignet er sich für Fertigung, Landwirtschaft, Gewächshäuser oder Lagerhallen mit besonderen Anforderungen. Die Alarmfunktionen sind schnell eingerichtet und zuverlässig, sodass kritische Veränderungen sofort auffallen.

Für den Privatbereich ist der WS1 Pro eher nicht gedacht. Es gibt günstigere, einfachere Geräte, die für die Wohnung völlig ausreichen und deren Einrichtung deutlich leichter ist. Wer aber ein Ferienhaus aus der Ferne überwachen möchte oder Probleme mit Feuchtigkeit hat, kann dennoch von dem System profitieren.

Am Ende ist er ein Spezialwerkzeug für spezielle Anforderungen – und genau dafür wurde er gebaut.

Alternativen

Auch wenn der UbiBot WS1 Pro ein vielseitiger Datenlogger ist, lohnt sich ein Blick auf Alternativen – vor allem dann, wenn man ein anderes Budget hat oder spezifische Funktionen sucht, die der WS1 Pro nicht optimal erfüllt. In meinem Testumfeld – technische Trocknung, Kellerüberwachung und Raumklima – haben sich drei Modelle als besonders sinnvoller Vergleich erwiesen. Sie decken unterschiedliche Preisklassen ab und richten sich an unterschiedliche Nutzergruppen.

Govee H5179 – die günstige WLAN-Alternative für den Heimbereich

Die Govee-WLAN-Hygrometer sind unter Heimnutzern extrem beliebt, weil sie unkompliziert einzurichten sind und für vergleichsweise wenig Geld ein sauberes Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitoring ermöglichen. Für etwa ein Viertel des Preises des WS1 Pro erhält man ein kleines, unscheinbares Gerät, das seine Daten zuverlässig an die Govee-Cloud sendet und in der App übersichtlich darstellt.

Im Langzeiteinsatz sind Govee-Sensoren erstaunlich stabil, und für Wohnungen, Büros oder Gewächshäuser reicht ihre Genauigkeit absolut aus. Die App ist ausgereift, benutzerfreundlich und reagiert schnell auf Veränderungen. Wo Govee jedoch klar an Grenzen stößt, sind professionelle Anforderungen: Es gibt keine RS485-Schnittstelle, keine Industrie-Sensoren, kein LTE, keine benutzerdefinierten Cloud-Sicherungen und keine Telefonalarme.

Für Privatnutzer ist Govee eine hervorragende Wahl – für Baustellen oder technische Trocknungen fehlt jedoch die Flexibilität und Robustheit, die der UbiBot WS1 Pro bietet. Den Groove H6179 bekommst du bei Amazon für 25,70€

Testo 174H – der Präzisionsklassiker ohne Cloud

Testo ist eine etablierte Marke im Bereich Klimamesstechnik und gerade im Laborumfeld ein Standard. Der kleine Testo 174H ist ein USB-Datenlogger, der Temperatur und Luftfeuchte sehr präzise misst. Für Anwendungen, bei denen Cloud, WLAN oder Benachrichtigungen keine Rolle spielen, ist er eine hervorragende Wahl.

Sein Fokus liegt auf der reinen Dokumentation. Der Sensor speichert mehrere Tausend Messwerte intern, die man später über PC-Software auswertet. Das macht ihn ideal für Messstrecken, bei denen man bewusst auf Eigenständigkeit und Datensicherheit setzt.

Für den professionellen Baueinsatz, bei dem Trends live beobachtet werden müssen, ist der 174H jedoch weniger geeignet. Hier spielt der UbiBot WS1 Pro seine Stärke aus, da er Messwerte in Echtzeit liefert, Trends sichtbar macht und Alarme sofort sendet. Den Testo 174H bekommst du bei Amazon zur Zeit für 99,10€

Shelly Plus H&T – die kompakte Smart-Home-Lösung

Der Shelly Plus H&T setzt auf WLAN und lässt sich nahtlos in Smart-Home-Systeme integrieren. Er misst Temperatur und Luftfeuchte solide und kann über Webhooks, MQTT oder Automationen mit anderen Smart-Home-Komponenten interagieren.

Er eignet sich gut für Privatwohnungen oder smarte Kellerüberwachungen, jedoch fehlt ihm – wie bei Govee – die technische Tiefe des UbiBot WS1 Pro. Es gibt keine LTE-Option, keine professionellen externen Sensoren und auch keine Alarmfunktionen per Anruf oder SMS. Dennoch ist Shelly eine starke Lösung, wenn man im Smart-Home-Bereich eine offene Plattform bevorzugt und flexible Integrationen benötigt.

Wer hingegen professionelle Feuchtedokumentation braucht, ist mit dem WS1 Pro deutlich besser bedient. Den Shelly Plus H&T bekommst du zur Zeit bei Amazon für 25,90€

Quellen: Amazon · Testo · Shelly

Fazit

Der UbiBot WS1 Pro ist ein Datenlogger, der im Test eine Mischung aus professioneller Messqualität und softwareseitigen Schwächen gezeigt hat. Seine größte Stärke liegt ganz klar in der Hardware: Die Sensoren reagieren schnell und zuverlässig, die Messwerte sind stabil und passen hervorragend zu hochwertigen Vergleichsgeräten wie dem Eve-Sensor oder dem Testo 174H.

In meinem Test hat der WS1 Pro bei der Bautrocknung im Keller eine saubere Messkurve geliefert. Die Diagramme zeigten plausibel den sinkenden Feuchteverlauf, während die Temperatur in erwartbaren Grenzen schwankte. Der Alarm bei Unterschreiten eines Grenzwertes kam pünktlich, und die Cloud-Daten waren jederzeit abrufbar.

WLAN funktionierte im Keller trotz dicker Betonwände erstaunlich gut. Anders sah es bei der LTE-Version aus: Das Mobilfunksignal ließ sich während der gesamten Testphase im Keller kaum nutzen und war erst zurück in Düsseldorf stabil. Für Orte ohne WLAN ist das ein Problem, das man im Hinterkopf behalten muss.

Die App ist funktional, aber nicht intuitiv. Übersetzungsfehler, verschachtelte Menüs und teilweise schlecht erklärte Einstellungen wirken unausgereift. Für Technikaffine ist das kein Hindernis, für unerfahrene Nutzer jedoch mühsam. Noch gravierender ist die fehlende Möglichkeit, Firmware-Updates durchzuführen. Da das Gerät dauerhaft online ist, wäre das nicht nur sinnvoll, sondern aus Sicherheitsgründen notwendig.

Preislich ist der WS1 Pro solide. Die WLAN-Version ist ihren Preis wert und bietet ein gutes Verhältnis aus Leistung und Funktionsumfang. Die LTE-Version hingegen sollte realistischerweise näher bei 150 Euro liegen, da die Mobilfunkleistung stark vom Standort abhängt und im Test keine zuverlässige Alternative zum WLAN war.

Am Ende ist der WS1 Pro eine hervorragende Wahl für professionelle Anwender im Handwerk, in der Industrie oder in Spezialbereichen wie Gewächshausüberwachung oder Lagerhaltung. Für Privatanwender ist er meist überdimensioniert – aber wer ein Ferienhaus oder einen sensiblen Keller langfristig überwachen möchte, profitiert definitiv.

Nach allen Tests, Messwerten und Erfahrungen komme ich zu einer fairen Bewertung von 3 von 5 Sternen. Ein starkes Messgerät mit großem Potenzial – aber mit Software, die an mehreren Stellen sichtbar bremst.

Wenn du im Raum Düsseldorf/Wuppertal/Ruhrgebiet einen Wasserschaden hast und Bautrockner inklusive Messdokumentation brauchst, findest du auf meiner Dienstleistungsseite bei EnGew alle Infos zu Bautrockner mieten in Düsseldorf.
Quellen: Amazon · Hersteller · UbiBot Cloud

Fazit & Bewertung – UbiBot WS1 Pro im Praxistest

UbiBot WS1 Pro ist ein professioneller WLAN- & LTE-Datenlogger für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, der im Test vor allem durch seine präzisen Messwerte, die verlässliche Cloud-Synchronisation und die starken Alarmfunktionen überzeugt hat. Besonders im 14-tägigen Einsatz während einer Bautrocknung im Keller zeigte der Sensor einen sauberen Feuchteverlauf, stabile WLAN-Werte und schnelle Reaktionszeiten. Schwächen liegen in der veralteten Einrichtung, teilweise , fehlenden Firmware-Updates und übersetzten App-Menüs, die nicht ganz auf Profi-Niveau sind. Für Handwerk, Industrie und Langzeit-Monitoring ist der WS1 Pro dennoch eine solide Wahl, während er für den klassischen Privatgebrauch eher überdimensioniert ist.

⭐⭐⭐☆☆ (subjektive Einschätzung aus dem Praxistest)
Preis: 98,99 € (WLAN, Amazon) · 199,99 € (WLAN + LTE, Hersteller)
Messgenauigkeit: Temp. 22,5 °C vs. 22,4 °C (Eve), Feuchte 52 % vs. 56 % (Eve)
Messintervalle: 5 / 15 / 30 Min., benutzerdefiniert
Besonderheiten: RS485 für externe Sonden, Cloud-Export, SMS/E-Mail/Push-Alarme, Diagramme, Echtzeit-Monitoring
Einschränkungen: Kein Firmware-Update, schwaches LTE im Keller, App-Übersetzungen, Micro-USB statt USB-C
Einsatzbereiche: Bautrocknung, Kellerüberwachung, Industrie, Lager, Serverräume, Gärtnereien

Wichtigste Fragen (FAQ)

Wie genau misst der UbiBot WS1 Pro Temperatur und Luftfeuchtigkeit?

Die Sensoren des WS1 Pro arbeiten sehr präzise und lagen im Test praktisch gleichauf mit professionellen Geräten. Abweichungen waren minimal und im Normalbereich.

Kann der UbiBot WS1 Pro ohne Cloud betrieben werden?

Teilweise. Das Gerät speichert Daten lokal, die vollständige Nutzung inklusive Diagrammen erfordert jedoch die Cloud.

Wie lange hält die Batterie wirklich?

Bei aktivem WLAN und fünfminütigen Intervallen rund einen Monat. Im Dauerbetrieb über USB entfällt das natürlich.

Funktioniert der UbiBot WS1 Pro in Kellern zuverlässig?

WLAN meist ja, LTE eher nein. In meinem Test war das GSM-Signal im Keller praktisch unbrauchbar.

Können externe Sensoren angeschlossen werden?

Ja, über den RS485-Port können externe Temperatur-, Feuchte- und Bodenfühler genutzt werden.

Wie zuverlässig ist die Alarmfunktion?

Im Test hervorragend. Push-Meldungen und E-Mails kamen ohne Verzögerung an.

Was sind die größten Nachteile des WS1 Pro?

Schlechte App-Übersetzungen, umständliche Einrichtung und keine Firmware-Updates.

Lohnt sich die LTE-Version?

Nur, wenn der Einsatzort guten Mobilfunkempfang hat. In Kellern ist WLAN deutlich verlässlicher.

Ist der UbiBot WS1 Pro für den privaten Gebrauch sinnvoll?

Für einfache Raumüberwachung eher überdimensioniert – für Ferienhäuser oder sensible Keller jedoch eine gute Wahl.

Published by

Michael

Ich bin Michael Ende, unabhängiger Produkttester und Betreiber von TechTaste.de. Meine Erfahrungen stammen aus echter Praxis – beim Arbeiten, Campen, Schrauben, Reisen und im Alltag. Ich teste Produkte nicht im Labor unter Idealbedingungen, sondern dort, wo sie wirklich funktionieren müssen. Ich bin Mitglied im BDFJ – Bundesverband Digitalpublisher und Journalisten e.V. und verpflichte mich damit zu transparenten, ehrlichen und nachvollziehbaren Teststandards ohne Herstellerbeeinflussung. Die meisten Produkte werden von mir selbst gekauft, nicht gesponsert. Affiliate-Links ändern nichts am Ergebnis – gut bleibt gut, schlecht bleibt schlecht. Mit präzisen Messungen, technischer Expertise und vielen Jahren Handwerkserfahrung entstehen so Testberichte, die echten Mehrwert liefern – nicht Marketing.

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